Dienstag, 24. Januar 2017

Reisebericht - Hamburg

Als ich letztens an meinem Referat saß, was im übrigen meine erste benotete Leistung für die Uni war, sah ich mir die Gemälde im Internet an. Fast alle von C.D. Friedrich und viele davon befinden sich in Hamburg. Da dachte ich mir, wenn ich schon Verwandte dort habe, kann ich den Museumsbesuch ja gleich mal mit einem Besuch verknüpfen. So fügte sich eins ins andere und am 4.1.2017 war es dann so weit: Drei Tage Hamburg.
Kamera
Leider besitze ich im Moment keine Kamera - nach Hamburg kam deshalb nur das neue Handy mit, welches ausreichen musste. Teilweise schade, dafür aber praktisch - und sogar mit Panoramafunktion!

ANREISE

Erstmal drei Stunden Zug fahren. Meine schwere Tasche schleppte ich auf der Suche nach dem reservierten Platz durch den halben ICE, wobei ich neugierige Blicke von den Mitfahrenden erntete. Finden konnte ich den Platz nicht - er befand sich in Wagen 1, die Tür dahin war aber nicht als Durchgang gedacht. Typisch Bahn eben.
Also setzte ich mich einfach irgendwohin. Muskelkater war schon mal vorprogrammiert.



Okay, eigentlich bin ich absolut nicht der Typ Mensch, der superoft Selfies macht. Aber wenn man schon mal in Urlaub fährt. Allerdings bin ich auch nicht so talentiert darin, also müsst ihr wohl mit solch müden Fotos Vorlieb nehmen ;).
In Hamburg angekommen war ich erst mal ziemlich überwältigt, dass das alles ganz gut geklappt hatte und ich wirklich da war.


Freitag, 13. Januar 2017

2016 - 2017

Hallo und willkommen im Jahr 2017.
Vielleicht fragt man sich jetzt, wieso diese Art Post erst so spät kommt. Ganz einfach: Ich mag es nicht, mir Vorsätze vorzunehmen und diese dann ab dem 1.1. umzusetzen. Viel zu viel Druck, alles ab sofort besser machen zu müssen.
Viel lieber überlege ich mir, was ich gerne im nächsten Jahr anders, besser oder überhaupt machen möchte, lebe dann ganz normal ins neue Jahr hinein und schaue, wozu ich überhaupt noch Lust habe und was ich gleich wieder vergessen kann.

Wie war 2016?

Abitur, Freizeit, Studium - So könnte man mein 2016 grob einteilen.
Abitur war wirklich krass. Vorher ewiger Lernstress, Frust und schon halbe Panik bei dem Gedanken an Prüfungen. Ich kann solchen Druck einfach überhaupt nicht ausstehen. Bestanden habe ich dann  zum Glück, wenn auch nicht mit den Noten, die man für so viel Zeitinvestment gerne gehabt hätte.
Die Freizeit danach habe ich versucht, bewusst zu genießen. Sprich: So wenig wie möglich machen, was auch ganz gut geklappt hat. Ich war alles andere als produktiv und genau so sollte es sein.
Studium. Das ist natürlich eine riesige Sache, auf die ich in einem anderen Post noch weiter einegehen werde.
Leider war mein 2016 aber auch sehr traurig, stressig und sehr belastend auf persönlicher Seite. Deshalb bin ich wohl auch in gewisser Weise froh, dass ich jetzt neu starten kann.

Was kommt 2017?

Gleich vorweg: Für direkte, klar definierte Vorsätze bin ich nicht gemacht. Würde ich mir solche konkreten Ziele setzen, würde mich das todunglücklich machen, denn wie ihr nun ja wisst, mag ich Druck nicht gerne.
Außerdem (und das ist wohl die Hauptsache) beruhen alle meine Vorsätze auf eigenen Ideen, meist geht es um Dinge, die ich aus Spaß an der Sache machen will. Aus dem Bauch heraus. Und darum ist es für mich sehr wichtig, jede Entscheidung in diesen Bereichen nur zu treffen, wenn ich sie wirklich machen will. Damit habe ich am langfristigsten "Erfolg". (Obwohl ich das Wort auch nicht gerne mag, denn Aufgeben heißt nicht gleich Misserfolg.)
Vielleicht kann der ein oder andere das verstehen.

Vielleicht mal etwas mehr Englisch.
Denn das mal gut sprechen zu können wäre doch ganz nett, oder?

Mehr lesen.
Durch mein Studium muss ich natürlich auch viel lesen, was teilweise problematisch ist, weil ich dann keine Lust mehr habe, nach einem hochkomplexen Text über Sprache auch noch ein Buch zu lesen. Jetzt hätte ich aber mal wieder Lust. Mal schauen, wie viel die Zeit hergibt. Dazu kommt, dass ich mich mal hier in der heimischen Bücherei anmelden möchte.

Ein bisschen Gitarre.

Ich hatte mir schließlich eine gekauft. Das hatte doch einen guten Grund, oder nicht? In einer Wohnung mit Mitbwohnern ist das zwar manchmal schwierig, vielleicht passt es aber ja mal.

Das Zimmer mal einrichten.
Weil es im Moment zu voll ist und ich es teilweise nicht gerne mag.

Aussortieren.
Minimalismus fand ich schon immer gut und so ein bisschen gehe ich wohl auch in diese Richtung. Besser gesagt, ich fange grade an, zu laufen. Und darum werde ich Schrank, Kleiderschrank und auch Sonstiges mal ausräumen. Hier steht sonst einfach immer etwas rum.

Malen und Zeichnen.
Leider stehe ich mir da ja immer so ein bisschen selbst im Weg, weil ich so perfektionistisch und oft naturalistisch male. Durch meine letzten Museumsbesuche und so weiter und so fort, bin ich aber auch mal wieder voller Lust auf Farbe und einfach Ausprobieren, auch wenn das oft enttäuschend ist.

Etwas Bewegung.
Ich war zwar schon wieder ein paar mal laufen in 2017, aber festlegen möchte ich mich da nicht. Warum weiß man ja. Fest steht: Wenn ich Lust habe, mich mal zu bewegen, etwas zu machen, dann werde ich das auch tun. Dem Rücken zuliebe sollte man das auch ab und zu mal machen.

Öfter ins Kino.
Ich mag frisches, süßes Popcorn und eigentlich mag ich es auch so sehr, gute Filme im Kino zu gucken. Danach hat man oft viele Ideen und ist echt berührt, je nach Film natürlich.

Irgendwie die Haare machen.
Jaja, die Haare. Die sollen ja nicht umsonst lang werden (denn wirklich lang sind sie leider noch nicht.), sondern auch für Frisuren und alles, weil mir das Spaß macht. Überhaupt hab ich mich in letzter Zeit mehr mit dem Thema beschäftigt, weil ich langes (wirklich langes) Haar wohl ganz erstrebenswert finde im Moment.

Besseres Duschgel kaufen.
Nachträglich zu Weihnachten hab ich ja schon dieses vegane Duschgel geschenkt bekommen, was ich echt mag ;). Ich hatte sowieso vor, Sachen zu kaufen, die besser für die Haare sind und die Umwelt und all das. Mit dem lush Laden habe ich da auch schon einen interessanten Shop gefunden.

Mehr Briefe und Postkarten verschicken.
Eigentlich habe ich schon immer gerne handgeschriebene Briefe und Karten verschickt. Trotzdem kann man das noch ausbauen, denn es macht mir einfach riesig viel Spaß. Ich mag Briefpapier auch einfach supergerne.

Aufs Bauchgefühl hören.

Weil einem das oft dabei hilft, auf sich selbst zu achten. Darauf, dass man vielleicht mal eine Pause braucht. Dass man Dinge tut, wobei man sich wohlfühlt und bleiben lässt, wobei man sich unwohl fühlt.

Gelassenheit. Zuversicht.

Stichwort confidence.
Kennt ihr das, wenn ihr euch irgendwie so unwohl fühlt, so überladen an Aufgaben und überfordert in Gesellschaft, wie in einem Menschenkostüm?
Das liegt daran, dass man versucht, Erwartungen zu erfüllen. Von anderen, aber auch von sich selbst.
Dann muss man einfach mal tief durchatmen. Und sich fragen: Worum geht es hier eigentlich?
Und das ist wohl auch jetzt sowas wie eine meiner persönlichen Lebenseinstellungen. Denn es geht nicht um Hausarbeiten, Klausuren, Noten. Es geht nicht um andere, denen man gefallen will.
Letztlich möchte ich mich wohl fühlen, mich entspannen können. Es gibt so viel Leid auf dieser Welt. Man kann Krebs haben oder vom Hals ab gelähmt sein oder was auch immer. Aber ich kann mich bewegen und für mich selbst entscheiden und das ist einfach so wundervoll, dass ich mich auch morgens um acht auf das Seminar freuen kann. Weil ich am Leben bin und gesund und Luft atmen kann und selbst zur Uni laufen kann und studieren kann, was ich möchte, weil es mich interessiert, weil ich hingehe, um Neugier zu befridiegen und nicht für eine 1,0.

In Situationen, wo man unter Leistungsdruck steht oder unter sonst irgendeinem Druck, denke ich einfach daran, dass ich noch viel Zeit habe in meinem Leben und beispielsweise die Hausarbeit nur ein kleiner Teil davon ist und vor allem absolut nicht der wichtigste und ich auch währenddessen das Leben genießen kann, durch Kleinigkeiten, die aber einfach wichtig sind.

So viel von meiner Seite, obwohl mir später wahrscheinlich noch mehr einfällt.
Wie war denn euer 2017 bisher?