Donnerstag, 21. Juli 2016

Ich und Farbe?

Heute melde ich mich mit ein paar neuen "Gemälden" zurück. Normalerweise mag ich keine Farbe - sie verhält sich einfach nie so wie erwartet, man muss aufpassen, nichts dreckig zu machen und sehr detailreich zu malen braucht sehr viel Übung (die ich nicht habe). Obwohl ich also mehr der Typ fürs Zeichnen bin, hatte ich die ganze Zeit schon eine Idee für die Leinwand. Also drapierte ich alles zu einem Arbeitsplatz zusammen und fing an.

Vorher: Alles unbenutzt
Wie ihr vielleicht seht, liegen da auch Schallplatten, die man ja normalerweise nicht zum Malen braucht. Meine Idee war aber, ein Bild über Musik zu malen und die Schallplatten wollte ich auf dem Bild integrieren.


Ich hatte sie für wenig Geld auf dem Flohmarkt gekauft und deshalb war es um sie auch nicht schade.

Nachher: ein bisschen Chaos

So sah es dann fertig aus. Am Anfang hatte es mir noch ganz gut gefallen, aber dann war ich doch eher enttäuscht. Wie das bei mir und dem Malen immer so ist: Ich hatte mir das irgendwie anders vorgestellt. Auf mich wirkt das Bild einfach kindisch, unfertig und langweilig. Dabei wollte ich lieber etwas tiefgründiges, aber auch spritziges haben. Hm.
Deshalb legte ich diese Leinwand, welche ich bei Nanunana für fünf  Euro erworben hatte, beiseite. Ob dieses Bild nicht doch in der Tonne landet, muss ich mir noch mal überlegen...
Aber jetzt hatte ich alles schon vorbereitet und war so in Fahrt, dass ich mir einfach eine zweite Leinwand nahm und nochmal anfing.

Endergebnis von Versuch Nummer zwei
Mit alten Make-up Schwämmchen erarbeitete ich die Grundierung aus Dunkelblau und Violett. Das Violett hätte meiner Meinung auch noch heller sein können. Für gelbe Sprenkel kam dann die längst aussortierte Zahnbürste zum Einsatz, die mir seither treue Dienste leistet.

Wie Sterne in der Galaxis

Ich denke, da könnte noch gut eine Single auf diese Leinwand passen, also eine kleine Schallplatte. Da ich so eine aber nicht zur Hand habe, muss das Bild zunächst unfertig bleiben.

Dieser Versuch gefiel mir viel besser und um einen noch größeren Unterschied zwischen Violett und Blau sichtbar zu machen, beschloss ich, eine dritte Leinwand mit der Farbe direkt aus der Tube zu bemalen. Die vorige Farbkombination gefiel mir sehr gut, also kamen noch gelbe Punkte hinzu.



Das Resultat war aber noch nicht fertig. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass da noch irgendwas fehlt. So ein glatter, verschmelzender Übergang zwischen den Farben, sodass eine faszinierende Gesamtkomposition entsteht. Weil ein Pinsel meinen Ansprüchen aber nicht genügt hätte, da er zu viel Farbe aufsaugt und zu klein ist, fing ich einfach an, mit meinen Fingern die Farbe zu verwischen.


Das machte nicht nur Spaß, das Resultat war genau das, was ich haben wollte!


Zufrieden machte ich mich also daran, die Pinsel auszuwaschen und alle Farben zu verschließen.
Am nächsten Tag war ich dann aber doch überrascht - und etwas geknickt. Die Farbe des letzten Bildes hatte nicht einfach länger zum Trocknen gebraucht, weil die Schicht so dick war, nein, sie war sehr gut getrocknet. Und dabei leider gebröckelt.




Das helle, leuchtende Gelb entfernte ich also gezwungenermaßen, da die Bröckel sich früher oder später ohnehin von der Leinwand verabschiedet hätten. Damit fehlte dem Bild einfach der heruasragende Kontrast und ein eher eintöniger Farbschleier blieb zurück. Den Effekt, dass man unter dem trockenen Gelb die anderen Farben sieht, finde ich zwar interessant, aber letztlich ist es doch nicht sehr berauschend.

Fazit:

Vom Malen wurde ich eher ein wenig enttäuscht: Das erste Bild gefiel mir nicht und beim dritten verhielt sich die Farbe mal wieder nicht so wie ich dachte. Aber das zweite mag ich sehr gerne!
Und deshalb sage ich: Weitermalen!  Denn je mehr Erfahrung, desto besser wird man wohl auch. Und ab und zu bekommt man ja doch ein Ergebnis, das man mag!
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Sonntag, 10. Juli 2016

Darf ich vorstellen: Mein Minipli

Nach langer Zeit melde ich mich nun auch mal wieder. Meinen Letzten Post habe ich am 29.5 veröffentlicht und genau an dem Tag wurde auch mein Minipli geboren. Da fragt man sich natürlich: Was bitte schön ist das jetzt wieder?  Ganz einfach: Es handelt sich um ein Meerschweinchen.

Besser gesagt, um eine neue Meerschweinchenrasse, von der ich bisher noch nie etwas gehört hatte. Aber das ist auch gar nicht so verwunderlich, denn die Rasse ist noch jung und auch noch nicht als solche anerkannt.

Das Minipli sieht dem Alpaka sehr ähnlich: Also lange, gelockte Haare. Beim Minipli ist das Fell allerdings etwas drahtiger und strähniger. Ich bin gespannt, wie meine neues Meeri sich entwickelt, da ich auch Alpakas zum direkten Vergleich heranziehen kann.
Seit Donnerstag habe ich nun also ein neues, vier Wochen junges Meerimädchen, welches ich auf den Namen Ottili taufte. In Anlehnung an Otto Waalkes und dessen Ottifanten.


Heute beschloss ich also, ein Fotoshoot zu veranstalten, um euch Ottili vorzustellen.
Aus 179 Fotos seht ihr hier eine kleine Auswahl.

Ich setzte Ottili also auf den Stuhl im Garten und sie fand das ziemlich interessant. Man kann an den Enden runterschauen und überhaupt, Holz riecht ja auch sehr gut, oder nicht? Und die Luft, die muss man sowieso beschnuppern.





Dann fand sie das aber doch langweilig und hatte mehr Lust dazu, ein bisschen herumzuhüpfen. Und auch im Liegen kann man ja noch protestieren.



















Nach so viel Bewegung musste man natürlich erstmal wieder für Sauberkeit sorgen.










 
Irgendwann kam dann aber der Moment, wo es ihr dann doch gefiel, sich hinzulegen und sich ein bisschen auszuruhen.


Plötzlich fühlte sich die kleine Ottili dann aber ganz schrecklich einsam. So weit und breit ohne ihre Mama. Natürlich sitzt sie bei mir auch mit anderen Meerschweinchen wie der Alpaka Dame April zusammen, aber die waren ja gar nicht auf dem Stuhl beim Fotoshoot dabei.
Als dann auch noch dem Nachbarn im anderen Garten irgendwas runterfiel, war sie zu geschockt von dem Geräusch, als dass sie sich noch irgendwie hätte bewegen können. Also saß sie da und stellte sich tot. Der Sicherheit halber.

 


 Ein Glück, dass ich April grade griffbereit hatte und sie somit zu Ottili setzen konnte, um die Anspannung etwas zu lösen. April ist sehr gesprächig und quiekt immer so vor sich hin, was sicher sehr beruhigend ist. Ottili war begeistert, ihr Ersatzmama wiederzusehen und versuchte, sich zu verstecken.


 Irgendwann war sie dann wieder ganz entspannt und fand, dass es neben der Ersatzmama am gemütlichsten ist.
 



So viel zu meiner kleinen Ottili. 
Wie gefällt sie euch?