Sonntag, 25. Dezember 2016

Warum dich nicht jeder mögen muss

Es gibt viele Menschen auf dieser Welt. Sieben Milliarden. Es gibt laute und leise Menschen, forsche und vorsichtige, mutige und zögernde. Und dann bist da noch du. Du, der zu einem Netzwerk gehört, weil du andere kennst. Aus der Schule, von der Arbeit, deine Nachbarn. Und du möchtest, dass sie dich alle mögen. Denn wenn dich jemand nicht mag, ja, das wäre schlimm. Jemand, bei dem du dich unwohl fühlst, wo du weißt: Der findet mich schlecht, der denkt schlecht über mich. Und darum fragst du nach, wenn sie etwas über dich äußern, fragst nach, was sie über das denken, was du grade gesagt hast, damit du es richtig stellen kannst, falls es falsch verstanden wurde. Sie sollen dich nicht falsch verstehen, denn du findest sie doch nett, du wolltest ihnen nichts böses.
Aber man kann nicht alle nett finden. Weil du vielleicht eher der schüchterne bist, der leise, der keine lauten Menschen mag, die ihre Meinung ohne Rücksicht auf andere in die Welt hinausposaunen. Und darum magst du manche nicht, die das tun, was du dir selbst innerlich verboten hast, ob bewusst oder unbewusst. Aber das möchtest du nicht zugeben. Denn nur wenn alle nett zueinander sind, kann es Harmonie geben. Und das klappt auch. In kleinen Gruppen geht das. Das kannst du überschauen.
Aber es gibt Menschen, die dich nicht mögen. Ja, die gibt es, ob du willst oder nicht. Vielleicht mögen sie dich aus Prinzip nicht, weil sie schüchtern sein langweilig finden oder gerade dein Streben danach, allen zu gefallen, hängt ihnen zum Hals raus. Oder sie sind einfach ohne Grund unfreundlich zu dir, so wie es Menschen gibt, die andere die U Bahn Treppe hinunter treten.
Und dagegen kannst du nichts tun. Du kannst nicht allen gefallen, damit sie dir nichts tun und ihr euch nicht streitet. Streiten kann gut tun, weil man Meinungen austauscht. Und du magst ja auch nicht alle. Man muss sich auch selbst behaupten, sonst bekommt man nur die Arbeit von allen anderen aufgeladen. Weil sie wissen, dass du nett sein willst und darum nicht nein sagst. Du denkst vielleicht, dass alle dich ganz gern haben, aber sie haben dich gern als Weitergeben und Abladen von Arbeit, deine Bemühungen sind ihnen egal. Du bist ihnen egal.
Also steh zu dir selbst und deinen Gedanken. Trau dich, du selbst zu sein, denn auf Dauer macht dieses Gefallen wollen todunglücklich. Weil man niemals von allen gemocht werden wird. Aber das ist in Ordnung. Mit solchen Leuten musst du ja nichts zu tun haben. Und nur weil sie dich nicht mögen, heißt das ja nichts. Dann ist das eben so. Dadurch passiert dir nichts, das ist keinesfalls schlimm. Du musst nicht immer nachfragen, wie sie dies oder jenes verstanden haben. Es spielt keine Rolle, was andere über dich denken oder von dir erwarten, denn du kennst dich selbst am besten und weißt, wie du das gemeint hast.





Das war jetzt mal eine Art Self Reminder, weil ich früher manchmal Probleme damit hatte. Zum Glück nie wirklich extrem, denn eigentlich kann ich ganz gut damit umgehen, wenn mich jemand nicht mag. Aber dieses Hinterfragen, wenn jemand etwas falsch verstanden zu haben scheint, das hab ich schon noch ab und zu. Und diese Gedanken hatte ich jetzt einfach im Kopf, also habe ich sie aufgeschrieben =).
Villeicht hilft der Text ja Menschen, denen es ähnlich geht.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Blogventskalender 4



BLOGVENTSKALENDER 2016
TÜRCHEN 4

Atheistisches Weihnachten?

Heute mal ein Thema, das womöglich von den Themen etwas abweicht, die man sonst zu Weihnachten erwartet. Natürlich hätte ich ebenso ein Rezept für den sehr empfehlenswerten Bananen Gewürzkuchen posten können, welchen ich vor einer Weile gebacken hatte. Aber ich dachte, mit Rezepten wird man in der Adventszeit doch sehr ausgiebig versorgt. Ich wollte etwas anderes. Ich wollte über Weihnachten nachdenken.Über den eigentlichen Sinn von Weihnachten. Und was ich mit diesem Fest verbinde.
Wie der Titel schon andeutet, bin ich kein besonders gläubiger Mensch. Vor einigen Wochen bin ich aus der Kirche ausgetreten. Aber dennoch lehne ich Religion natürlich nicht vollkommen ab. Das wäre aber auch schon wieder genug Stoff, für einen neuen Post und um Atheismus soll es hier auch gar nicht gehen.
Zu Weihnachten packen also alle Deko aus, kaufen einen Christbaum, backen Plätzchen und verteilen Geschenke. Was aber, wenn man gar nicht Weihnachten feiern möchte? Wenn man nicht religiös ist, macht das schließlich nicht wirklich Sinn, dachte ich.
Bei all dem Trubel, den Weihnachten verursacht ist es aber auch schade, nur zuzusehen, also habe ich mich gefragt, was eigentlich hinter Weihnachten steckt und ob es nicht doch passend ist, mitzufeiern. Viele verbinden damit schließlich nur Geschenke und denken oft gar nicht daran, dass Weihnachten eigentlich an die Geburt von Jesus Christus erinnern soll und auch zu seinen Ehren veranstaltet wird. Und nicht umsonst nennt man Weihnachten auch das Fest der Liebe, passend zu Gottes Botschaft, den Nächsten zu lieben.
Und damit kann ich etwas anfangen. Denn meine Einstellung, Menschen einfach als Menschen zu sehen und anzunehmen passt sehr gut zu einem Verbreiten von Liebe und Freude.
Somit bin ich also zu dem Schluss gekommen, dass es auch als unreligiöser Mensch sinnvoll ist, Plätzchen zu backen und auf Weihnachtsmärkte zu gehen und all das - einfach um Zeit mit den Liebsten zu verbringen und anderen eine Freude zu machen. Auch wenn ich keinen Weihnachtsbaum oder Adventskranz kaufe.
Ich hoffe, diese Überlegungen haben vielleicht den ein oder anderen zum Nachdenken angeregt - wenn man also selbstgestrickte Socken bekommt: Nicht enttäuscht sein, es geht ja um die Geste ;)
Wer weitere Türchen öffnen mochte, kann das hier tun.




Sonntag, 14. August 2016

In welcher Welt willst du leben?

Dieser Post gehört zur Blogparade von Matthias, von der ich absolut begeistert bin. Seinen Blog findet ihr hier. Mir war von Anfang an klar: Da muss ich mitmachen!
In der Blogparade dreht sich alles um Träume. Nicht nur kleine Träume, sondern auch wirklich große, zu der Frage, wie man sich seine Traumwelt vorstellt. Darüber habe ich in letzter Zeit sowieso schon viel nachgedacht und das Thema passt auch einfach perfekt zu meinem Blog.

Was ist also mein Traum?

Wir sind einfach alle Menschen. Nicht mehr, nicht weniger.

Mein persönlicher Traum handelt von der ganzen Welt, von besseren Gesellschaftsstrukturen und mehr Akzeptanz.
Mich stört, dass vieles so durchgeplant und vorgegeben ist: Schule, Studium, Beruf, Erwartungen. Mich stört, dass es so wenig Akzeptanz auf dieser Welt gibt: Religion, Essgewohnheiten, Interessen, Identität.
Ich wünschte, man würde alle Dinge, alle vorgegebenen Abläufe und Überlegungen wegwischen, um einem völlig neuen Denken Platz zu machen.
Es fällt mir schwer, das in Worte zu fassen, aber ich gebe mein Bestes.
Ich wünsche mir mehr Akzeptanz untereinander, nach dem Motto "Leben und leben lassen". Jeder darf seine Religion ausüben, aber niemand muss religös sein oder zwanghaft überzeugt werden. Religiöse Kriege sind unnötig. Jeder darf essen, wie er möchte, egal ob er Vegetarier, Veganer, Fleischesser oder sonstiges. Niemand muss zu einem dieser Dinge gezwungen werden. Jeder darf seine Identität ausleben, wie er es mag, egal ob trangender, transqueer oder Ähnliches. Es geht doch nicht darum, welches Geschlecht im Personalausweis steht, sondern wie die Menschen sich fühlen. Ein Mann darf genauso Kleider tragen und Make-up verwenden, wenn er das möchte. Ich mag es nicht, dass gewisse Charaktereigenschaften einem Geschlecht zugeordnet werden. Eine Frau darf genau dieselben Berufe erlernen wie Männer, es sollte keine Geschlechtsunterschiede geben. Das soll kein purer Feminismus sein, nein, ich rede von reiner Gleichberechtigung - in allen Hinsichten. Außerdem sollte man von vorneherein davon ausgehen, dass jeder Mensch schwul, lesbisch, pansexuell oder heterosexuell oder Ähnliches sein kann, aber auch nicht sein muss. Ein Outing, wie viele Youtuber es betreiben, sollte unnötig sein. Schließlich outet sich auch niemand als heterosexuell. Solche Dinge wie "#nohomo" sind einfach unnötig, weil sie lediglich eine Homophobie deutlich machen und verbreiten. Als ob man sagen würde "Ich habe nichts gegen Homosexuelle, aber ich gehöre nicht dazu, falls ihr etwas gegen diese Gruppe haben solltet."
Auch das Schulsystem sollte man grundsätzlich überarbeiten. Alle Menschen gehören zusammen, weshalb ich eine extreme Trennung schlecht finde. Natürlich ist es sinnvoll, das Schüler zusammen lernen, die auf einem ähnlichen Lernstand sind. Aber solch eine Aufteilung finde ich durch Kurse besser als durch verschiedene Schulformen, denn auch innerhalb dieser Schulformen gibt es starke Lerndifferenzen. Auch Menschen mit Behinderungen gehören zur Gesellschaft und deshalb sollte man sie in die Schulen integrieren. Förderschulen finde ich eher ausgrenzend. Natürlich ist dort eine individuelle Betreuung möglich, doch dies würde ebenso funktionieren, wenn entsprechende Lehrkräfte den Schulen zugeteilt würden. Diese Gemeinschaft beim Lernen unterstützt viel eher ein Gemeinschaftsgefühl, das alle Menschen mit einschließt. Den Begriff "Menschen mit Behinderungen" finde ich auch nicht unbedingt nötig. Meiner Meinung nach kann man auch "behinderte Menschen" sagen, denn für mich ist das Adjektiv "behindert" eben nur ein Umstand, keine Personifizierung - und das sollte dieses Wort auch nicht sein. Behinderte Menschen sind eben an manchen Dingen, "gehindert", aber man darf sie nicht nur als solche sehen. So wie ich jugendlich bin, aber eben nicht nur. Trotzdem könnte man mich als jugendlichen Menschen beschreiben.
In meiner geträumten Welt heißt es nicht einfach Schule Studium, Beruf, Rente. Ich bedauere es sehr, dass viele Menschen so flach und so geordnet denken. In seinem Leben sollte man sich viel eher fragen: Was bewegt mich? Was macht mir Spaß? Was möchte ich wirklich machen? Und wenn es eben die Idee ist, Schauspieler, Künstler oder Autor zu werden. Eine Vielfalt innerhalb der Gesellschaft ist inspirierend und gut. Es gibt nicht immer einen geraden, lückenlosen Lebenslauf.
Außerdem wünsche ich mir keine Gewalt. Keine Kriege, keine sinnlosen Mordtaten und Amokläufe. Warum können Menschen einen Krieg nicht beenden? Weil sie zu stolz zum Nachgeben sind. Dabei ist eine gegenseitige Akzeptanz, auch wenn sie schwer fällt, absolut nötig, um friedlich zusammen leben zu können. Es gibt vieles in dieser Hinsicht, was mich wirklich wütend macht. Wenn Menschen getötet werden, die so gar nichts für die Motive des Täters können, die völlig unschuldig sind.
Gerechtigkeit spielt in meiner Welt ebenso eine große Rolle wie Umweltschutz. Jeder sollte die Möglichkeit auf Bildung und genügend Nahrung haben. Die berühmte Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer und größer, es regt mich schrecklich auf. Stellt euch mal vor, alle hätten einfach ausreichend. Wäre das nicht einfach fantastisch?
Als Kind hatte ich immer den Traum, dass es einfach eine Welt gibt, ein Land und eine Gemeinschaft, in der alle Menschen frei von Hass und Gewalt leben können. Lange Zeit hatte ich diese Idee aufgegeben, weil ich weiß, dass diese Vorstellung eine Utopie ist. Eine Utopie zeichnet sich dadurch aus, dass sie nie wahr werden wird. Aber obwohl ich das weiß, halte ich mittlerweile eher daran fest, denn selbst wenn man nie ganz das Ziel erreicht, lohnt sich das Streben danach.
Habt euch lieb. ;)



Natürlich würde ich am liebsten noch mehr auf jeden einzelnen Aspekt eingehen. Ich könnte ein ganzes Buch darüber schreiben! Aber wichtige Denkanstöße, Ideen und Überlegungen sind dabei.
In welcher Welt wollt ihr leben?

Donnerstag, 21. Juli 2016

Ich und Farbe?

Heute melde ich mich mit ein paar neuen "Gemälden" zurück. Normalerweise mag ich keine Farbe - sie verhält sich einfach nie so wie erwartet, man muss aufpassen, nichts dreckig zu machen und sehr detailreich zu malen braucht sehr viel Übung (die ich nicht habe). Obwohl ich also mehr der Typ fürs Zeichnen bin, hatte ich die ganze Zeit schon eine Idee für die Leinwand. Also drapierte ich alles zu einem Arbeitsplatz zusammen und fing an.

Vorher: Alles unbenutzt
Wie ihr vielleicht seht, liegen da auch Schallplatten, die man ja normalerweise nicht zum Malen braucht. Meine Idee war aber, ein Bild über Musik zu malen und die Schallplatten wollte ich auf dem Bild integrieren.


Ich hatte sie für wenig Geld auf dem Flohmarkt gekauft und deshalb war es um sie auch nicht schade.

Nachher: ein bisschen Chaos

So sah es dann fertig aus. Am Anfang hatte es mir noch ganz gut gefallen, aber dann war ich doch eher enttäuscht. Wie das bei mir und dem Malen immer so ist: Ich hatte mir das irgendwie anders vorgestellt. Auf mich wirkt das Bild einfach kindisch, unfertig und langweilig. Dabei wollte ich lieber etwas tiefgründiges, aber auch spritziges haben. Hm.
Deshalb legte ich diese Leinwand, welche ich bei Nanunana für fünf  Euro erworben hatte, beiseite. Ob dieses Bild nicht doch in der Tonne landet, muss ich mir noch mal überlegen...
Aber jetzt hatte ich alles schon vorbereitet und war so in Fahrt, dass ich mir einfach eine zweite Leinwand nahm und nochmal anfing.

Endergebnis von Versuch Nummer zwei
Mit alten Make-up Schwämmchen erarbeitete ich die Grundierung aus Dunkelblau und Violett. Das Violett hätte meiner Meinung auch noch heller sein können. Für gelbe Sprenkel kam dann die längst aussortierte Zahnbürste zum Einsatz, die mir seither treue Dienste leistet.

Wie Sterne in der Galaxis

Ich denke, da könnte noch gut eine Single auf diese Leinwand passen, also eine kleine Schallplatte. Da ich so eine aber nicht zur Hand habe, muss das Bild zunächst unfertig bleiben.

Dieser Versuch gefiel mir viel besser und um einen noch größeren Unterschied zwischen Violett und Blau sichtbar zu machen, beschloss ich, eine dritte Leinwand mit der Farbe direkt aus der Tube zu bemalen. Die vorige Farbkombination gefiel mir sehr gut, also kamen noch gelbe Punkte hinzu.



Das Resultat war aber noch nicht fertig. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass da noch irgendwas fehlt. So ein glatter, verschmelzender Übergang zwischen den Farben, sodass eine faszinierende Gesamtkomposition entsteht. Weil ein Pinsel meinen Ansprüchen aber nicht genügt hätte, da er zu viel Farbe aufsaugt und zu klein ist, fing ich einfach an, mit meinen Fingern die Farbe zu verwischen.


Das machte nicht nur Spaß, das Resultat war genau das, was ich haben wollte!


Zufrieden machte ich mich also daran, die Pinsel auszuwaschen und alle Farben zu verschließen.
Am nächsten Tag war ich dann aber doch überrascht - und etwas geknickt. Die Farbe des letzten Bildes hatte nicht einfach länger zum Trocknen gebraucht, weil die Schicht so dick war, nein, sie war sehr gut getrocknet. Und dabei leider gebröckelt.




Das helle, leuchtende Gelb entfernte ich also gezwungenermaßen, da die Bröckel sich früher oder später ohnehin von der Leinwand verabschiedet hätten. Damit fehlte dem Bild einfach der heruasragende Kontrast und ein eher eintöniger Farbschleier blieb zurück. Den Effekt, dass man unter dem trockenen Gelb die anderen Farben sieht, finde ich zwar interessant, aber letztlich ist es doch nicht sehr berauschend.

Fazit:

Vom Malen wurde ich eher ein wenig enttäuscht: Das erste Bild gefiel mir nicht und beim dritten verhielt sich die Farbe mal wieder nicht so wie ich dachte. Aber das zweite mag ich sehr gerne!
Und deshalb sage ich: Weitermalen!  Denn je mehr Erfahrung, desto besser wird man wohl auch. Und ab und zu bekommt man ja doch ein Ergebnis, das man mag!
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Sonntag, 10. Juli 2016

Darf ich vorstellen: Mein Minipli

Nach langer Zeit melde ich mich nun auch mal wieder. Meinen Letzten Post habe ich am 29.5 veröffentlicht und genau an dem Tag wurde auch mein Minipli geboren. Da fragt man sich natürlich: Was bitte schön ist das jetzt wieder?  Ganz einfach: Es handelt sich um ein Meerschweinchen.

Besser gesagt, um eine neue Meerschweinchenrasse, von der ich bisher noch nie etwas gehört hatte. Aber das ist auch gar nicht so verwunderlich, denn die Rasse ist noch jung und auch noch nicht als solche anerkannt.

Das Minipli sieht dem Alpaka sehr ähnlich: Also lange, gelockte Haare. Beim Minipli ist das Fell allerdings etwas drahtiger und strähniger. Ich bin gespannt, wie meine neues Meeri sich entwickelt, da ich auch Alpakas zum direkten Vergleich heranziehen kann.
Seit Donnerstag habe ich nun also ein neues, vier Wochen junges Meerimädchen, welches ich auf den Namen Ottili taufte. In Anlehnung an Otto Waalkes und dessen Ottifanten.


Heute beschloss ich also, ein Fotoshoot zu veranstalten, um euch Ottili vorzustellen.
Aus 179 Fotos seht ihr hier eine kleine Auswahl.

Ich setzte Ottili also auf den Stuhl im Garten und sie fand das ziemlich interessant. Man kann an den Enden runterschauen und überhaupt, Holz riecht ja auch sehr gut, oder nicht? Und die Luft, die muss man sowieso beschnuppern.





Dann fand sie das aber doch langweilig und hatte mehr Lust dazu, ein bisschen herumzuhüpfen. Und auch im Liegen kann man ja noch protestieren.



















Nach so viel Bewegung musste man natürlich erstmal wieder für Sauberkeit sorgen.










 
Irgendwann kam dann aber der Moment, wo es ihr dann doch gefiel, sich hinzulegen und sich ein bisschen auszuruhen.


Plötzlich fühlte sich die kleine Ottili dann aber ganz schrecklich einsam. So weit und breit ohne ihre Mama. Natürlich sitzt sie bei mir auch mit anderen Meerschweinchen wie der Alpaka Dame April zusammen, aber die waren ja gar nicht auf dem Stuhl beim Fotoshoot dabei.
Als dann auch noch dem Nachbarn im anderen Garten irgendwas runterfiel, war sie zu geschockt von dem Geräusch, als dass sie sich noch irgendwie hätte bewegen können. Also saß sie da und stellte sich tot. Der Sicherheit halber.

 


 Ein Glück, dass ich April grade griffbereit hatte und sie somit zu Ottili setzen konnte, um die Anspannung etwas zu lösen. April ist sehr gesprächig und quiekt immer so vor sich hin, was sicher sehr beruhigend ist. Ottili war begeistert, ihr Ersatzmama wiederzusehen und versuchte, sich zu verstecken.


 Irgendwann war sie dann wieder ganz entspannt und fand, dass es neben der Ersatzmama am gemütlichsten ist.
 



So viel zu meiner kleinen Ottili. 
Wie gefällt sie euch?


Sonntag, 29. Mai 2016

Fotos

Letztens war ich mit zwei Freundinnen mal wieder zum Fotografieren unterwegs.
Zuerst seht ihr mein absolutes Lieblingsbild dieses Tages, darunter den zweiten Platz. Fotografieren macht mir einfach so so viel Spaß und ich denke, demnächst werde ich auch wieder mehr Zeit und Lust dazu finden.








Montag, 18. April 2016

Regen

Das Auto fährt und ich mit. Ich sitze im Auto und schaue auf die Straße. Der Regen prasselt gegen die durchsichtige Scheibe, leise trommelnd, trapsend und klopfend.
Die Tropfen fallen auf den Asphalt, schlagen auf den Boden auf und zerspringen in viele weitere Tropfen. Ich sauge das Bild in mich auf und schließe schnell die Augen. Das ist wie ein Foto, eins das nur kurz bleibt, aber in diesem Moment, kann man sich alles noch so ansehen, wie es draußen ausgesehen hat.
Jeder Regentropfen, der auf dem harten Asphalt aufschlägt, sieht aus wie eine Spinne. Eine sehr schnelle, scheue Spinne, mit zarten Wasserbeinen, die nach einer Millisekunde schon wieder weggehuscht ist.
Tausend Spinnen sind um mich herum, entstehen ständig neu, nur um sich ganz schnell wieder aufzulösen.
Das Auto biegt um die Kurve. Die Spinnen, die folgen, die Spinnen, die voraus gehen.
Ich mache viele Fotos.
Und dann achte ich auf die Scheibe. So viele Tropfen, kleine und große.
Da rollt ein großer, runder Tropfen die Scheibe herunter, aus ihm entstehen neue, kleinere Tropfen. So kann man sich die Welt vorstellen, oder? Einer verschwindet, aber dafür kommen wieder viele andere.

Dienstag, 1. März 2016

Ein Kompliment an Fußball

Ich liebe Fußball. Sehr sogar.
Als ich sechs oder sieben war, habe ich angefangen, Fußball zu spielen. Ich weiß nicht mehr, wie ich darauf kam, aber ich fing einfach an.
Zuerst in einer Jungenmannschaft, und nach kurzem dann in einer Mädchenmannschaft.
Zwar nicht mehr im selben Verein wie früher, spiele ich heute trotzdem immer noch Fußball.
Ich bin nicht so gut, wie die Jungen, gegen die man in der Schule immer spielen muss. Ich bin kein Abstauber, der ein Tor nach dem anderen macht. Ich habe auch nie darauf gepocht, professionell Fußball zu spielen.
Aber ich bin mit ganzem Herzen bei der Sache.

Wenn ein Spiel ansteht, freue ich mich tagelang darauf und erzähle es jedem, der mich etwas besser kennt. Ich glaube, das kann schon nervig werden, vor allem für Leute, die Fußball nichts abgewinnen können. Obwohl ich das auch vollkommen in Ordnung finde, eigentlich ist Fußball ja auch eine seltsame Sportart. Einen Ball ins Tor bringen, ohne ihn mit den Händen zu berühren? Klingt eher einfallslos. Aber wenn man länger darüber nachdenkt, dann ist jede Sportart seltsam und öde.

Was ich an Fußball so liebe, ist das Gefühl, einen Ball zu schießen, das Geräusch, das dabei entsteht und das Geräusch, wenn man mit Stollenschuhen über Asphalt läuft, liebe ich besonders. Fußballschuhe könnte ich sowieso den ganzen Tag tragen und die ganze Nacht. Ich liebe es, zu laufen mit dem Ball am Fuß, ich liebe die weißen Linien auf dem grünen Feld, Fußball spielen im Scheinwerferlicht bei Dauerregen.
 Ich liebe das Gefühl, wenn man ein Tor verhindert oder wenn man eines schießt. Es ist einfach verrückt, was man mit dem Ball alles anstellen kann, wie man Gegner austricksen kann. Die Atmosphäre vorher in der Kabine, wo ich einfach nur daran denken kann, dass es gleich endlich so weit ist und endlich die ganze Ewigkeit vorbei ist, die ganzen Stunden, welche ich mir vorher ausgerechnet habe. Ich liebe es, wenn die ganze Mannschaft die gleichen Trikots trägt und man plötzlich ein Team ist.
Ich liebe es, vor dem Spiel einzulaufen und wenn sich die zwei Teams gegenüber stehen und man einfach sieht, wer auch fußballbegeistert ist. Ich liebe das, wenn der Schiedsichter fragt "Welche Farbe?", wenn man mal die Ehre hat, Kapitän zu sein und wie ich einfach weiß, dass ich Schwarz sagen werde und nicht Rot. Ich liebe es mich für den Kreis runterzubeugen, um den Teamspruch zu brüllen, so laut, wie man niemals sonst in seinem Leben brüllt. Die Heiserkeit danach und das Lachen, weil alle euphorisch sind.

 Ich liebe diese Aufregung, das Adrenalin, das alle Körperzellen fast zum Platzen bringt, kurz vor dem Anpfiff. Überhaupt ist das einer der besten Momente; man wartet angespannt, nervös und läuft vor lauter Vorfreude fast über, man hüpft in die Höhe, andere vielleicht, um kurz noch mal die Muskeln in Form zu bringen, ich selbst einfach, um mit meiner Energie irgendwohin zu können. Und der Anpfiff, wo ich am liebsten sofort nach vorne rennen würde und rufen "Hier, spielt mich an, ich habe so lange hierauf gewartet!"

Ich liebe Fußball so sehr, dass ich am liebsten auf jeder Position gleichzeitig spielen würde. Im Tor, im Sturm, als Abwehr, vollkommen egal, Hauptsache da ist ein Ball.
Früher war ich eine Zeit lang wirklich in Tor, dann im Sturm, aber mittlerweile habe ich eine Position gefunden, die mir gut gefällt, vielleicht auch minimal besser als andere: Mitte, Abwehr.
Ganz hinten also, der Libero sozusagen. Der letzte Mann vorm Torwart. So wie im Leben habe ich auch gerne in Fußballspielen den Überblick. Ich kann der letzte sein, der es gerade noch mal rettet, ich kann Ruhe ins Spiel bringen, ich bin immer die letzte Person hinten, wenn ich nach vorne laufe, ziehen die anderen nach, zumindest im Idealfall. Aber es ist nicht eine Machtposition, wie man jetzt vielleicht denkt. Man ist vielleicht soetwas wie der Abwehrchef.
Aber ich bin einfach Teil eines Ganzen. Ich liebe es, zu gewinnen, aber ich habe auch kaum Probleme damit zu verlieren. Ja, wirklich. Ich kann niemandem erklären, in welcher Liga wir spielen oder ob es um einen Pokal geht. Meistens weiß ich nicht einmal, wie der Gegner heißt. Ich spiele einfach Fußball.
Und obwohl ich weiß, dass ich damit im Leben nichts anfangen kann, kein Geld verdienen, mich nicht sonderlich für einen Beruf qualifizieren, spiele ich Fußball für mein Leben gern. Weil Fußball mein superallertollbestigstes Hobby ist. Meine Leidenschaft, irgendwie, neben anderen auf jeden Fall eine, die zu den ältesten gehört.
Vielleicht konnte ich euch mit meiner kindlichen Begeisterung anstecken - ich könnte ewig so weiterschreiben - und ihr habt auch Lust, ein altes Hobby wieder aufleben zu lassen. Mich würde es freuen!

Samstag, 6. Februar 2016

Mal wieder ein Sonnenuntergang

Ich bin mal wieder im Feld gewesen, um zu fotografieren. Wahnsinn, wie unterschiedlich Sonnenuntergänge immer sind. Letztens saß ich in der Schule und der Sonnenaufgang war so wunder, wunderschön. Schade, dass ich den nicht fotografieren konnte...
Dafür ist der hier ja eine kleine Entschädigung. :)
Als die Sonne dann untergegangen war, schwebte noch ein rosa Dunst über den langgezogenen Hügeln, so undeutlich wie die letzten Gedanken, bevor man einschläft. Diese Abendzeit finde ich immer besonders schön. So, als würde die ganze Welt jetzt zur Ruhe kommen. Was natürlich völliger Unsinn ist, aber immerhin ich selbst komme dadurch etwas zur Ruhe und ihr ja vielleicht auch?





Sonntag, 31. Januar 2016

Zeit für eine Selbstvorstellung



Ja, also das bin ich.
Ich bin 16 Jahre alt, aber nur noch ein paar Tage. Doof sowas, denn ich mag es nicht, älter zu werden. Dann kommt man den elementaren Entscheidungen immer näher und viele denken, man wäre dann sehr erwachsen. Andererseits haben so viele Leute dieses Klischee -Denken, was typisch für 16-Jährige wäre oder für Zwölfjährige und davon kommt man dann vielleicht etwas los.
Ich habe oft das Gefühl, kindisch zu wirken, aber manche erwarten gar nicht, dass ich erst sechzehn bin, sondern schätzen mich älter, was ich erstaunlich finde.
Okay, genug zum Alter.
Dieses Jahr werde ich Abitur machen, wenn alles klappt und mir dann überlegen, was danach kommt. Ich glaube, das ist die schwerste Entscheidung meines bisherigen Lebens.
Mittlerweile bin ich ziemlich optimistisch, anders als früher, auch wenn das vielleicht nicht so auffällt.
Ich bin mit meinen 1,58m ziemlich klein, liebe Großstädte, wenn sie nicht zu groß sind und Zeichnen, Fußball spiele ich auch schon seit meiner Kindheit und Geschichten schreiben oder Ähnliches macht mir auch immer riesig Spaß, genauso wie Fotgrafieren. Dabei fotografiere ich aber lieber, statt selbst fotografiert zu werden.
Kakao ist mein absolutes Lieblingsgetränk und Musik höre ich sowieso den ganzen Tag. Schlafen ist dafür nicht so mein Ding, oft schlafe ich nur so sechs Stunden in der Nacht, was sicher nicht gerade gesund ist.
Ein großes Ziel von mir ist es, ein mal für einen Urlaub nach Costa Rica zu reisen, da möchte ich hin, seit ich weiß, dass es dieses Land gibt.
"Sich selbst finden" ist glaube ich verdammt schwer, das schließt man nicht einfach so ab. Für mich ist das echt blöd, weil ich es hasse, wenn Dinge nicht einfach mal fertig und beendet sind. Das ist zum Beispiel auch der Grund, warum ich aus What`s-App Gruppen austrete, sobald sie unnötig sind.
Ansonsten kann man zu mir noch sagen, dass ich sehr dickköpfig bin und ganz schön unordentlich, zumindest höre ich das immer von anderen.
Aber meine Wirkung auf andere kann ich eh nicht so gut einschätzen, manchmal sehe ich Leute zum Beispiel ganz normal an und sie fragen mich, wieso ich so genervt/wütend/traurig aussehe. Tja, da weiß ich immer nicht so viel zu sagen, denn da liegen sie falsch. Ich meine wohl einfach, dass man mir alles, was ich denke, vom Gesicht ablesen kann, aber das ist offenbar nicht immer so.
Oft wirke ich glaube ich auch verklemmt, weil ich zum Beispiel Partys nicht mag und manche Dinge sehr rational betrachte, aber wenn man mich näher kennen lernt bin ich glaube ich anders.
Meistens bin ich sehr kritisch, auch mit mir selbst. Aber eigentlich ist das immer ganz hilfreich. Nur wenn es darum geht, offen für Neues zu sein und Dinge zu tun, die ich sonst nicht mache, dann hadere ich ganz schön damit.
Was mir noch ganz besonders wichtig ist, nennt sich: Humor
Ja, ich glaube, Lachen ist einfach sehr, sehr wichtig im Leben und wenn ich könnte, würde ich wohl am liebsten Comedian werden, weil es noch viel mehr Spaß macht, andere zum Lachen zu bringen. Aber vielleicht bin ich dafür auch zu nachdenklich.


Na gut, das reicht jetzt mal. Eine ziemlich unstrukturierte Selbstvostellung von mir, also eher untypisch. Aber es ist auch nicht leicht, sich selbst zu beschreiben, wie ich jetzt fesgestellt habe. Wenn ihr noch was wissen möchtet, fragt gerne in den Kommentaren =).