Donnerstag, 31. Dezember 2015

New Year's Eve


Das Jahr ist heute Nacht dann also offiziell vorbei, zumindest in Deutschland.
Eigentlich ist das ja kein großes Eregnis, schließlich ändert sich nichts daran, dass die Sonne so aufgeht, wie sie auch die Tage vorher aufgegangen ist.
Vorsätze kann man sich auch an jedem anderen Tag im Jahr nehmen, aber ich finde, mit einem neuen Jahr kommt irgendwie auch ein anderes Lebensgefühl. Zumindest für mich ist da einfach so ein Art Trennung. Ich finde auch, am Jahresende hat man einfach einen besseren Überblick, was man das Jahr über erlebt und gemacht oder auch nicht gemacht hat. Und so kann man besser sagen, was man vielleicht verändern sollte oder auch möchte.
Habt ihr Vorsätze? Ich habe so ein paar Ideen, auch was den Blog angeht. Mal sehen, was ich davon alles umsetze. Ich bin einfach gespannt, was dieses Jahr bringt, wie immer.
Euch wünsche ich ein tolles Silvester und ein wundervolles Jahr 2016!

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Von der Schwierigkeit, Sonnenuntergänge zu fotografieren

Ich liebe Sonnenuntergänge. Ein liebevolles, warmes Orange, ein eindrucksvolles Rot oder auch mal ein freches, kräftiges Pink: Jeder Sonneuntergang ist anders, aber fast jeder ist absolut beeindruckend.
So auch der heutige.



Aber ich musste mal wieder feststellen: So einfach mal losknipsen ist nicht.
Das Orange von diesem Sonnenuntergang zeigte der Kamera nämlich immer ein anderes Gesicht: Mal wirkte es wie ein Ölfleck, dann wieder wie ein unschönes Braun, ein verschmiertes Grau oder ein nebeliges Weiß, wenn die Verschlusszeit nicht stimmte.
Die passende Einstellung für Sonnenuntergänge habe ich nicht gefunden, und bis ich die Kamera passabel eingestellt hatte, hatte ich das ganze Spektakel auch - schwupps - schon wieder fast verpasst.
Also schnell noch wenigstens ein paar Bilder machen, damit man immerhin etwas hat. Das Ergebnis zeige ich jetzt mal hier, aber wie wahrscheinlich viele von euch wissen - in Echt sah es natürlich viel besser aus.



Aber damit ihr euch vorstellen könnt, was ich meine, sind hier auch mal meine misslungenen Fotos:
das nebelige Weiß
das verschmierte Grau

das unschöne Braun
der vermeintliche Ölfleck

















Das grenzt ja schon an Pop Art.







Samstag, 7. November 2015

Nachdenken

 Das Lied  dröhnt in meinem Kopf und scheint für einen Moment meine Gedanken zu betäuben. Obwohl ich es nicht beabsichtige, singe ich in meinem Kopf den Text mit "House Party, House Party, we can get it all...!" Auf der Tanzfläche bewegen sich Menschen im Rhytmus und die Menge verschwimmt zu einer unruhigen, pulsierenden Masse.
Ich sitze am Rand der Tanzfläche und meine Gefühle schwanken von Bewunderung der anderen, deren Bewegungen jeden Klang widerspiegeln bis hin zum Fremdschämen, weil ich soetwas einfach gar nicht kann. Aber das ist in Ordnung, denn jeder kann hier für sich selbst entscheiden, was er tun möchte und ich entscheide mich dazu, glücklich zu sein. Ich mag diese Party, obwohl es eine Party ist, ich mag die Menschen, die hier sind, ich mag das Lied. Mich durchströmt eine Flut an Glücksgefühlen, wie das immer ist, wenn ich ein tolles Lied höre und ich gebe mich diesem Glücksgefühl nur zu gerne hin. Einfach mal aus dem Alltag austreten, sich kurz allen möglichen Gedanken an Morgen und Gestern entziehen, eine kleine, begrenzte Freiheit haben. Also lächle ich, einfach für mich und trinke noch einen Schluck Cola. Das Koffein hält meinen Adrenalinspiegel konstant und ich bringe mich sogar dazu, mit dem Fuß den Takt mitzutippen. Was für eine Leistung für so jemanden wie mich!
Dann lasse ich meinen Blick schweifen: Leute, die sich etwas sagen, aber ich höre nichts, die hämmernden Töne überlagern alles. Das farbige Licht bewegt sich hektisch durch den Raum und lässt jede Sekunde in einer anderen Farbe aufblitzen.
Dieser Abend ist nur ein winziger Teil meines gesamten Lebens, aber ich werde mich bestimmt später noch daran erinnern.
Dann merke ich, dass das Lied wechselt.
"I'd like to make myself believe that planet Earth turns slowly..."
Wenn ich nur ein Lied auf dieser Welt hören dürfte, dann wäre es dieses. Es ist kein besonderer Ohrwurm, es gibt auch Lieder, die einen noch besseren Text haben, aber Fireflies kenne ich einfach schon so ewig und trotzdem kann ich es immer wieder hören. Es passt, wenn ich fröhlich bin, es passt aber auch, wenn ich traurig bin. Und als ich so darüber nachdenke, fällt mir ein, woher ich das Lied kenne. Damals, im Musikunterricht in der sechsten Klasse, da hat das jemand vogestellt. Jemand, den ich nie wirklich gut kannte, den ich ganz in Ordnung fand. Jemand, der da war, ohne dass ich besonders viel über ihn nachgedacht hätte, aber jemand, der jetzt tot ist.
"It's hard to say that I'd rather stay awake when I'm asleep
'Cause everything is never as it seems"

 Scheinbar habe ich dich nie richtig gekannt. Aber wir hatten ja auch nichts miteinander zu tun, außer, dass wir in einer Klasse waren. Zwei gemeinsame Klassenfahrten, aber wie es dir ging, das konnte wohl keiner so wirklich einschätzen. Diese unbeschwerte Zeit von damals, sie fühlt sich an, als wäre sie mehrere Dekaden alt. Du hast dich entschieden zu gehen. Ganz selbstständig hast du dich dazu entschieden, deinem Leben ein Ende zu setzen und ich weiß nicht einmal wieso.
Was war so grausam an dieser Welt, dass du es nicht mehr aushalten konntest?
Keine Beschäftigung, keine Musik, kein Mensch, nichts und niemand konnte dich halten, auf dieser Erde, am Leben halten.
Eigentlich müsste man doch irgendwann mal fertig sein, fertig mit den Gedanken an dich und deinen Tod, aber es kommen immer wieder neue Fragen und Unsicherheiten und Überlegungen.
Auf Skype bist du immer noch in meiner Kontaktliste, aber da steckt kein Mensch mehr hinter diesem Chat. Niemand, der mir auf meine Überlgungen antworten könnte.
"To ten million fireflies
I'm weird 'cause I hate goodbyes
I got misty eyes as they said farewell"


 ~

 Gedanken von der letzten Party, auf der ich vor einigen Tagen war.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Oh, entschuldigen Sie, ich habe mein Efeublatt zu Hause liegen lassen!

Bei Zeichnungen von Akten und auch bei Statuen von nackten Menschen fällt mir immer wieder auf, dass es da diese Blätter gibt, die scheinbar mal sehr in Mode waren. Man könnte meinen, dass man soetwas früher immer getragen hat, zusammen mit einem Leinentuch oder so.
Aber mal ehrlich, welcher normale Mensch hat denn immer ein Efeublatt zur Hand? Und wenn ich schon jemanden nackt zeichne oder als Statue verewige, wieso sollte ich dann bitte so ein komisches Blatt dahinzeichnen statt eines weiteren Körperteils...? Schließlich weiß jeder, dass kein Mensch mit einem Blatt zwischen den Beinen geboren wird. (Oder war jetzt jemand überrascht...?)
So viel dazu.
Und wer sich schon mal ein bisschen mit Aktzeichnung beschäftigt hat, der wird festgestellt haben, dass ein Aktbild meistens so Titel trägt wie "Akt, liegend" oder "Frau mit Tuch" oder "Mädchen, sitzend". Und da dachte ich, ich zeichne einfach einmal einen Akt, der etwas anderes macht, was sonst eher nicht so bei Aktzeichnungen vorkommt. Also hier ist er, mein "Akt, rauchend".
Da rauchend nackt herumstehen im Alltag aber wahrscheinlich etwas provozierend wirkt, fand ich es ganz passend, den Mann etwas arrogant aussehen zu lassen. Wie diese Models aus den Hochglanzmagazinen.
So, natürlich könnte man noch einige Dinge verbessern und hier und da den Schatten noch besser ausarbeiten, aber das ist mir jetzt einfach mal egal. Ich lass das jetzt so. Schließlich habe ich schon lange genug hin- und herüberlegt, ob ich dieses Bild jetzt poste oder nicht.


Akt, rauchend
Materialien: Kohle, Bleistift,
Papierwischer, Radiergummi







Freitag, 28. August 2015

Was ist das Wichtigste, das du in deinem Leben gelernt hast?

Also das Wichtigste, was ich bisher gelernt habe, ist Tu es einfach. Zumindest wenn man alle Details weg lässt, kann man das so sagen. Ich meine damit, dass es nichts hilft, Dinge aufzuschieben. Manche Sachen muss man eben machen, auch wenn man einfach absolut keine Lust darauf hat. Und hinterher fühlt man sich gleich viel besser.

Also falls ihr auchgerade etwas
vor euch herschiebt ;)
 Aber auch in manch anderen Situationen ist das ein passender Satz. Wenn man zum Beispiel etwas anders machen will als vorher, aber man ist sich da nicht so sicher. Dann tu es einfach, du wirst schon merken, ob es dir gefällt.
Das ist natürlich nicht das einzig Wichtige, was ich gelernt habe. Da wäre auch, dass man manchmal einfach Rücksicht nehmen sollte. Oder Respekt füreinander haben. Außerdem auch Lesen und Schreiben. Das ist zwar eher so schulisch gesehen, aber es ist trotzdem enorm wichtig. Und außerdem auch man muss sich nicht alles gefallen lassen. Ja, man darf sich ruhig mal beschweren oder etwas in Frage stellen. Man muss nicht immer zu allem Ja sagen. Weil das auf Dauer zwar andere, aber einen selbst nicht glücklich macht. Und nicht gleich alles verurteilen. Das habe ich früher oft gemacht, wenn jemand eine Idee hatte, die ich seltsam fand. Mittlerweile mache ich das eher weniger, zumindest versuche ich das. Man kann sich ja erstmal alles anhören und dann normal seine Meinung sagen.

Und was habt ihr gelernt?

Montag, 17. August 2015

Ein Traum

Es ist eigentlich nicht schwer gewesen, diesen Ausschnitt einer Geschichte zu schreiben, denn ich habe sie komplett geträumt, bis ins kleinste Detail, vor vielleicht drei, vier Monaten.. Und diesen Traum habe ich einfach aufgeschrieben. Diese Version ist nur etwas gekürzt.


Das Auto schlingerte durch die Kurven und preschte über die Landstraße, die rechts von hohen Bergen und links von einer Klippe gesäumt wurde. Die Polizisten hatten Angst von der Straße abzukommen und die steinige Klippe hinunterzustürzen, aber viel größer war die Angst vor dem Bären, der sie immernoch verfolgte. Sie wussten, dass der Bär unmöglich so schnell sein konnte, aber sie sahen das entschlossene Gesicht des Bären, die schwarzen Augen, das dunkle Fell, die riesige, massige Gestalt mit breiten, kräftigen Tatzen und den langen, tödlichen Krallen hinter sich.
Plötzlich hörte die Straße auf, sie endete vollkommen unerwartet und ohne Vorwarnung. Wo vorher noch Wiese und Straße gewesen war, sah man nur noch nach unten, als hätte jemand die Landschaft durchgeschnitten. Man konnte hinter dem Ende eine Stadt sehen, die dort anfing, wo die Straße aufhörte, allerdings viel weiter unten, als wäre die Landmasse mit den Stadt nach unten gezogen worden.
Voller Furcht schrien die Polizisten auf, ihre Gesichter verzogen sich zu grässlichen Grimassen des Schreckens und der Furcht. Der Polizist am Steuer konnte das Lenkrad nicht mehr herumdrehen, er hatte seine Hände vor Schreck in die Höhe gerissen. Ihnen stand das pure Grauen ins Gesicht geschrieben, als sie mit dem Auto über den Rand der Klippe rasten und hinunter stürzten.
Anstatt jedoch bodenlos in die Tiefe zu fallen, krachten sie auf das flache Dach eines Hochhauses. Der Polizist hatte immer noch den Fuß auf dem Pedal. Während sie weiterfuhren drehten sie sich zu dem Bären um. Er war ihnen gefolgt und hatte den Fall scheinbar überlebt. Sein Gesicht war zu menschlich. Ein normaler Bär zeigte niemals einen Gesichtsausdruck. Dieser hier aber schon. Seine schwarzen Augen funkelten wütend aus dem Gesicht hervor, er hatte die Lefzen zu einer Drohung hochgezogen.
Den Polizisten fiel auf, dass die Stadt zerstört war. In den Häusern klafften riesige Löcher, auf dem Boden, den man kaum sah, lagen die staubigen Überreste einer einstigen Metropole und über der gesamten Gegend lag ein Rauch aus Betonstaub. Verlassen und ohne Seele lag die Stadt in Trümmern.
Das Auto raste über den Dachrand und krachte gegen ein daneben stehendes Hochhaus. Es fiel an der Fassade herab, wobei es ein langes Loch in die Hauswand riss. Der Bär sprang in großen Sätzen über das Hausdach, dem Auto hinterher. Auch er fiel, aber sein Blick war zielstrebig auf das Auto gerichtet. Die Tatzen streckte er nach unten, als wolle er jeden Moment auf dem Auto landen.
Wir können ihn nicht töten!“, rief einer der Polizisten. „Wir müssen ihn angreifen.“

~

Das ist kein echter Bär. Er gehört uns.“ , sagte der junge Mann und zeigte auf das Tier, das ein paar Meter von ihm entfernt war. Auf einmal verlor der Bär jeglichen Ausdruck im Gesicht und stellte sich auf die Hinterbeine. Sein Körper öffnete sich. Wie Türen und Klappen schoben sich die einzelnen Teile - die Bauchdecke, der Brustkorb – beiseite, auch der Kopf spaltete sich und klappte sich auf. Zum Vorschein kamen unendlich viele Zahnräder und kleine Kästchen aus Metall.
Eine Maschine.
Entsetzt sahen die zwei Polizisten dabei zu. Schockiert standen ihnen die Münder offen, ihre Augen war groß.


ENDE

Ich habe mal probiert, zu zeichnen, wie das aussah, aber es ist ganz schön schwierig. Mal abgesehen davon, dass Autos nicht gerade mein Lieblingsmotiv sind, ist im Traum auch vieles so, dass man es einfach nicht genau fassen kann.Vielleicht kennt ihr das ja.
Außerdem ist es auch seltsam, dass der Polizist sagt, sie müssten den Bären angreifen, weil sie ihn nicht töten könnten. Denn dann wäre ja auch angreifen sinnlos. Sinnvoller wäre es, zu schreiben "Er wird nicht von selbst verunglücken und sterben und deshalb müssen wir ihn angreifen." Aber so habe ich das nun einmal nicht geträumt, also habe ich es so gelassen ;).
Was träumt ihr ?


Sonntag, 9. August 2015

Das Meer und das Mädchen

Sie läuft am Meer entlang. Der Sand ist kühl, das Wasser kälter. Angenehm. Es ist Nachmittag und immer noch warm von der unerbittlichen Mittagssonne. Die Erfrischung tut gut. Kurz bleibt sie stehen und dreht sich um: Sie hat eine Spur hinterlassen, im feinen Sand. Man kann genau erkennen, wo sie mal war, auf dieser Welt. Dann legt sich eine seichte Welle über den Sand und verwischt die Abdrücke. Es bleibt nichts von ihren Fußspuren zurück, aber eine Muschel wird angeschwemmt.
So ist das, denkt sie. Einer geht, ein anderer kommt und vielleicht bleibt er länger als man selbst.
Sie geht weiter, bis zu dem kantigen Stein, der wie eine Klippe wirkt. Sie setzt sich und stützt sich mit den Händen auf dem Stein ab. Er fühlt sich schroff an, aber auch schön, so unvergänglich. Das Wasser schwappt großzügig über ihre Füße und die Gischt hinterlässt Schaum an ihren Beinen. Eine Weile sitzt sie so da und beobachtet entspannt die wiederkehrende Welle. Wie verlässlich, denkt sie. Dieses Meer wird immer hier sein. Und ich sitze hier und sehe es mir an, wo ich doch nur ein Besucher bin. Das Meer ist so alt, ich bin so jung. Diese riesige, unendlich scheinende Wassermasse ist schon viel länger hier als ich. Wenn ich tot bin, dann wird jemand anders hier sitzen und dieses Wasser betrachten. Einfach jemand anders.
Fast spürt sie, wie andere Hände sich auf ihre legen. Natürlich sind da keine, aber irgendwann werden sie da sein. Ein Mensch wird hier sitzen und womöglich denken, dass vor ihm schon mal jemand hier war...
Es fühlt sich gut an, hier so zu sitzen, richtig gut. Zufrieden gräbt sie ihre Füße in den Sand, spürt ihn zwischen den Zehen, bis ihre Beine ausgestreckt sind.
Wie viele Tiere wohl in diesem Wasser sind? Krebse, Muscheln natürlich oder auch Plankton. Könnte doch sein, dass sich nur ein Stück unter ihren Füßen ein Krebs eingerichtet hat, weiß es doch niemand. Hallo Krebs, flüstert sie lächelnd, auch wenn sie sich dabei etwas seltsam fühlt. Genauso könnte auf den anderen Seite der Erde gerade jemand genau an dieser Stelle stehen. Oder ein Schiff könnte darüber fahren. Sie wird das nie wissen. Vielleicht ist sie ja irgendwann mal drüben, auf der anderen Seite und denkt das Gleiche.
Immerhin war ich jetzt schon mal hier, überlegt sie, während sie ihren Blick über die riesige Wassermasse vor sich schweifen lässt, wobei ihre Augen von dem Spiel des blitzenden Wassers geblendet werden. In New York hetzt gerade bestimmt jemand , um seinen Zug zu bekommen, irgendwo auf der Welt schläft jemand und träumt. Vielleicht auch vom Meer? Und ich sitze hier. Wenn es eine Landkarte gebe, wo überall eine rote Linie ist, wo ich schon mal war, dann wäre hier jetzt auch eine. Wieder ein Stückchen mehr von den Welt gesehen.
Sie schließt die Augen, sieht lila und gelbe Punkte und atmet tief ein. Es reicht salzig und nach grünen Algen. Einfach wunderbar. Sie mag das Gefühl wie sich ihr Brustkorb aufbläst.
Wenn doch die ganze Welt für mich schon wie ein rotes Wollknäuel wäre.
Auf einmal fährt der Wind in ihre langen Haare und weht ihr die braunen Strähnen ins Gesicht, das kitzelt, sie bekommt eine Gänsehaut. Als wollte er sagen: Dann geh doch. Geh doch durch die Welt und schau sie dir an. Etwas Zeit bleibt dir ja noch, fast 1000 Monate.
Sie steht auf und genießt noch ein Mal den wunderbaren Anblick, horcht auf das Rauschen der schaumigen Wellen, bis sie sich umdreht, dem Meer den Rücken kehrt und langsam geht.
Vielleicht sehen wir uns ja noch mal.



Dieses Bild ist an der Ostsee entstanden, wo ich im Urlaub einen Tag lang war. Ein Urlaubspost wird noch folgen.
Das Mädchen bin nicht ich, obwhl ich zugegebenermaßen viele Ähnlichkeiten hätte. Nun ja, diese Kurzgeschichte ist schließlich auch durch meinen Besuch inspiriert.
Übrigens hat man 1200 Monate wenn man 100 Jahre alt wird. Das Mädchen ist also circa 17, natürlich könnte sie auch älter sein.

Montag, 27. Juli 2015

Zeichnen

Ich habe mal wieder gezeichnet. Diesmal Meerschweinchen. Links Johlin und rechts Josie. Sie leben beide nicht mehr und das Foto, was als Vorlage diente, gehört zu meinen Lieblingsbildern.




Montag, 29. Juni 2015

Ich streike

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Na gut.
---Hier ist jetzt mal Streikende---
Ich will nur sagen: So viele Berufsgruppen streiken.
Bahn, Post, Erzieher, Piloten.
Ich will das auch mal. Einfach mal nichts tun. Das Leben ist sehr anstrengend. Ständig gibt es Anforderungen an dich, aber die immer und immer wieder aufs Neue zu erfüllen, ist auf Dauer nicht nur nervig - sondern auch extrem erschöpfend.
Ich finde das wenigstens als Gedankenexperiment sehr (ent)spannend.
Studenten dürfen streiken, aber leider haben sie das Pech, vorerst selbst Verluste zu machen.
Schüler dürfen zwar streiken, aber nur während der unterrichtsfreien Zeit (Quelle). Das ist finde ich doch recht lustig, wenn der Unterricht genau der springende Punkt ist. Das ist fast, als wollte man sagen: Postboten dürfen streiken - sobald alle Briefe ausgetragen sind. Ganz schön ineffektiv.
Da man also als Student oder Schüler offenbar keine gute Chancen hat, was Streik angeht, kann man sich ja einfach mal Fotos anschauen - zum Entspannen zwischen all dem Alltagsstress.









Sonntag, 21. Juni 2015

Ein Gedicht

Ein Gedicht war die Idee,
Mit der fings an.
An den Tisch setzt ich mich dran
Und suchte: Schnee, Reh, Klee, Fee.
Ein Thema sollt es sein,
Sehr geschickt
Und nicht zu klein.
Also suchte ich in meinem Kopfe,
Sah jeden Gedanken an, der bei mir klopfte.
Nein.
Keiner von all denen sollt es sein.
Der Duden könnte mir noch helfen.
Einfach aufschlagen und gucken,
Das wird ein besseres als Elfen!
Doch wie ich es sah musste ich schlucken-
Ganzwortmethode



Nach langer Zeit habe ich dann doch mal wieder etwas geschrieben. Eine Ganzwortmethode ist übrigens eine Art, Grundschulkindern das Lesen beizubringen. So wie ich das verstanden habe, lernen sie zuerst das Erscheinungsbild eines Wortes auswendig und lösen später nach und nach die Buchstaben heraus. Wer genaueres wissen möchte, kann sich diese Webseite ansehen.

Freitag, 10. April 2015

Spinnen springen

Wow, der Frühling kommt doch noch mal, wer hätte das gedacht?
Ich freue mich jedenfalls riesig, weil das meine Lieblingsjahreszeit ist. =)
Die Bilder zu machen hat echt Spaß gemacht, dauernd habe ich was Neues entdeckt: Oh, eine Ameise, ui, ein roter Käfer und da! Ein Marienkäfer! Huch, eine Spinne, ein Blatt, eine Blume und whoa....Gras!
Vor allem die Spinnen fand ich faszinierend. Sie sind super getarnt, es sind echt viele, sie sind verdammt schnell und - sie springen ! Huiuiui! Zwar nicht sehr weit, vielleicht ein paar Zentimeter, aber immerhin.

Wo ist die Spinne?

Ich hoffe ihr hattet alle ein schönes Osterfest



Die ist dann doch nicht gesprungen, war eine andere Art.


So sieht es aus, sich ins Gras zu legen. Oder zumindest die Kamera.


Mauerblümchen. Das war die winzigste Blume, die ich je gesehen habe!


Ich finde, die sieht irgendwie skurril aus...

Ameise!


Da ist sie ja!

Hier ist auch eine Spinne